Junghunde -
Gehirn wegen Umbau geschlossen
Die Junghundephase ist eine Zeit großer Entwicklungssprünge. Viele Hunde wirken in dieser Phase „vergessen“, „überdreht“ oder „stur“ – tatsächlich sind sie oft schlicht überfordert.
Mit der Geschlechtsreife kommen die Hormone, und das Nervensystem muss sich erst neu sortieren. Gleichzeitig befindet sich das Gehirn weiterhin im radikalen Umbau: Impulskontrolle, Frustrationstoleranz und Emotionssteuerung müssen noch ausreifen, während Emotionen und Bedürfnisse sehr intensiv erlebt werden. Erst zwischen 2 und 3 Jahren – je nach Rasse und Größe – ist ein Hund auch mental erwachsen.
Ein Junghund braucht daher keine Perfektion und keine „Konsequenz“ im alten Sinn. Er braucht vor allem:
- Sicherheit
- klare Orientierung
- ruhige, verlässliche Beziehungsschritte
- Schutz vor zu vielen Reizen
- machbare Aufgaben
Diese Phase ist intensiv und herausfordernd – und gleichzeitig eine große Chance, eure gemeinsame Basis zu stärken.
Rahmen geben – damit Regulation möglich wird
Ein überfordertes Nervensystem kann nicht lernen. Wir schaffen Stabilität durch klare Routinen, vorhersehbare Abläufe und ruhige Übergänge. Der Rahmen ist die Grundlage dafür, dass dein Hund sich orientieren kann.
Regulation fördern – Spannung senken,
bewusste Wahrnehmung öffnen
Junghunde erleben viele Situationen intensiver als erwachsene Hunde. Wir arbeiten mit Schritten, die helfen, Spannung abzubauen, Reize zu filtern und innere Ruhe aufzubauen. Regulation ist kein „Sitz und Platz“ – sie ist die Fähigkeit, im eigenen Körper Halt zu finden.
Orientierung statt Korrektur
Erst ein regulierter Hund kann sich ausrichten. Wir zeigen passende Alternativen, verstärken diese und geben Hinweise, die dein Hund verstehen kann – ohne Druck, ohne Konfrontation.
Beziehung stärken
Wir arbeiten mit kleinen, klaren Schritten, die deinem Hund helfen, sich an dir zu orientieren. Nicht über Kontrolle, sondern über innere Ordnung und Kooperation.
Alltag üben – in kleinen Häppchen
Wir gestalten Situationen so, dass dein Hund Erfolg haben kann: kurz, klar, gut vorbereitet.
Was du bei uns findet
- klare Schritte für euren Alltag
- Unterstützung bei Regulation und Orientierung
- Hilfe bei Unsicherheit, Überforderung und Regulation
- Übungen, die wirklich machbar sind
- eine Haltung, die Sicherheit vermittelt, Gelassenheit und Beziehung stärkt
- Entwicklungsverständnis: klar erkennen, was dein Junghund jetzt gerade kann und was noch nicht.
Wenn du einen kooperierenden, gelassenen Junghund möchtest, der dir vertraut – dann bist du hier richtig.
Was du bei uns nicht findest
- körperliche Korrektur oder Leinenruck
- Schreckreize oder Methoden, die Angst oder Stress erhöhen
- Dominanzmodelle oder konfrontative Ansätze
- Training, das auf Druck, Überforderung oder „da muss er durch“ basiert
- schnelle Effekte, die auf Kontrolle statt auf Beziehung beruhen
Wie wir euch begleiten können
Für Junghunde gibt es zwei Wege der Begleitung - wähle den Weg, der zu euch passt:
Einzelbegleitung
individuell, ruhig, alltagsnah
Gruppenbegleitung
kleine Gruppen, klare Struktur, sichere Lernumgebung
Beide Wege sind darauf ausgelegt, Rahmen, Regulation und Orientierung zu stärken.
